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17.04.2018 von Jan Sikking

Angeblich werden Bundesanleihen knapp. Warum das denn?

Einerseits kaufen die Europäische Zentralbank EZB und die ihr angeschlossenen Notenbanken verstärkt Bundes- und Länderanleihen sowie Schuldtitel von staatsnahen Emittenten wie der Förderbank KFW, insgesamt im Volumen von 459 Milliarden Euro. Damit halten sie rund 25 Prozent am Bundesanleihemarkt, was mehr ist als bei den meisten anderen Euroländern. Da die EZB sich jedoch selbst die Grenze von maximal einem Drittel gesetzt hat, ist hier sogar noch Luft nach oben. Ein anderer Grund ist jedoch, dass der Bund aufgrund seines ausgeglichenen Haushalts immer weniger Bundesanleihen emittieren muss, um sich zu finanzieren. 2010 wurde noch für über 200 Milliarden Euro emittiert, in diesem Jahr rechnet man nur noch mit 147 Milliarden Euro. Beides zusammen verknappt diese Anlagemöglichkeit zunehmend.

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