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24.08.2018 von Peter Werner

Es heisst immer, man müsse Niedrigzinszeiten breiter streuen, jetzt habe ich von der Portfoliotheorie gelesen – was ist damit gemeint?

Für diese Theorie erhielt der US-amerikanische Ökonom Harry Markowitz den Wirtschaftsnobelpreis. Sie baut auf eine Kombination verschiedener Depotbausteine, die sich so unterschiedlich entwickeln, dass sich das Risiko über das gesamte Portfolio reduziert, ohne die zu erwartende Rendite zu verringern. Zu diesem Zweck brachte Markowitz den Korrelationskoeffizienten ins Spiel: Eine Portfolio-Mischung ist dann optimal, wenn die einzelnen Bausteine in der gleichen Anlageklasse nicht miteinander korrelieren, also sich nicht in die gleiche Richtung bewegen. Vereinfacht ausgedrückt heisst das: Wenn Baustein A ins Minus rutscht, liegt Baustein B gerade im Plus und umgekehrt. Wem das zu theoretisch ist: Nehmen Sie Eiscreme und Glühwein. Beides wird an der Strasse gekauft, entweder weil die Sonne scheint und eine Abkühlung willkommen ist oder weil man sich in winterlicher Kälte aufwärmen möchte. Je nach Wetter wird das eine den Verkäufern aus den Händen gerissen, während das andere so gut wie keine Beachtung findet – entweder es ist heiss oder es ist kalt. Wenn Sie nun Aktien von Eiscreme und Glühwein kaufen, werden sie in warmen UND in kalten Zeiten profitieren. Erwerben Sie nur Anteile von einem davon, riskieren Sie, beim falschen Wetter leer auszugehen.

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