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10.10.2017 von YesOrNo

Eukalyptus wird auch in den Tropen angebaut und wächst noch schneller, dazu ist sein Holz extrem hart. Was spricht gegen eine Anlage in Eukalyptus?

Eukalypten wachsen tatsächlich sehr schnell, bringen aber auch ein paar entscheidende Nachteile mit sich: Das in den Blättern und Zweigen enthaltene ätherische Eukalyptusöl ist zwar hilfreich bei Erkältungen, gleichzeitig jedoch hoch brennbar, was die Brandgefahr in Eukalyptusplantagen erhöht. Den Eukalypten selbst macht das nicht so viel aus, sie überleben das in der Regel und treiben lange vor allen anderen Pflanzen wieder aus – das ist ein unbedingter Wettbewerbsvorteil. Allerdings zerstören Brände das Ökosystem und führen zu stärkerer Erosion. Heimische Pflanzen werden verdrängt, die Artenvielfalt wird geringer, der Nährstoffgehalt der Böden schlechter. Auch die wenigsten Tiere haben Freude am Eukalyptus, weil ihnen die giftigen Blätter nicht bekommen – sogar Koalas fressen übrigens bevorzugt alte Blätter, die niedrigere Konzentrationen der Giftstoffe aufweisen als die jungen Triebe und Blätter. Und zu guter Letzt: Weil das Angebot an Eukalyptusholz auf dem Weltmarkt gross ist und das Holz für Möbel oder andere hochwertige Anwendungen nicht begehrt ist, können damit kaum Preise erzielt werden, die für ein renditeorientiertes Investment wirklich attraktiv sind.

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