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30.08.2017 von REspecT

Heute redet ja jeder von Nachhaltigkeit. Was genau versteht man eigentlich genau darunter? Und wie passt das zu einer Plantage in den Tropen?

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff – wenn er denn nachwächst. Der Begriff Nachhaltigkeit tauchte erstmals vor rund dreihundert Jahren auf, als Holz in manchen Regionen Europas knapper wurde, weil immer mehr Menschen den Kontinent besiedelt und die Wälder gerodet hatten, um das Land urbar zu machen. Schmelzhütten wurden mit Holz betrieben, ganze Städte aus Holz erbaut und damit beheizt. Irgendwann war der vermeintliche Überfluss erschöpft, besonders die ärmere Bevölkerung fand kein Brennholz mehr und konnte auch nicht dafür bezahlen. Die Lösung kam aus der Forstwissenschaft, wo der deutsche Waldpfleger Hans Carl von Carlowitz in seinem wegweisenden Buch „Sylvicultura oeconoica“ die erste Anleitung zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Wäldern lieferte: Man solle nur noch so viel Holz schlagen, wie auch wieder nachwachsen könne. Weil das aber nicht reicht, um den Holzhunger der ganzen Welt zu stillen, wird vielerorts wertvoller Urwald illegal gerodet. Hier kommen die tropischen Plantagen ins Spiel: Nur sie können grosse Mengen des begehrten Rohstoffs in kurzer Zeit liefern – und damit die natürlich Wälder schützen –, weil Holzarten wie Teak ein optimales Wachstumsklima vorfinden. Nachhaltig ist es, wenn die Plantagen von einer anerkannten Organisation wie dem FSC auf ihre nachhaltige Bewirtschaftung hin geprüft und zertifiziert wurden.

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