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11.08.2017 von Adi

Was macht Sie so zuversichtlich, dass die Nachfrage nach Holz weiter wächst? Für den Hausbau werden doch immer praktischere Materialien entwickelt…

Holz erfüllt alle Anforderungen an ein zeitgemässes Baumaterial: Es ist nachhaltig, recycelbar, und es lässt sich mit geringem Energieaufwand herstellen und verarbeiten. So wurden moderne Bauweisen und eine grosse Bandbreite an standardisierten Holzprodukten und Halbfertigteilen entwickelt, die sich im Neubau oder beim Bauen im Bestand einsetzen lassen – weltweit. Im Gegensatz zu vielen Ersatzstoffen verursacht es so gut wie keinen Abfall, selbst die kleinsten Reste und Nebenprodukte wie Späne, Sägemehl oder Hackschnitzel können noch für die Herstellung von Papier, Span- und Faserplatten oder für moderne Heizsysteme verwendet werden. Damit erfüllt Holz als Rohstoff alle Anforderungen an eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Selbst die Entsorgung bereitet keine Schwierigkeiten. Weder das Verarbeiten noch das Verbrennen oder der biologische Abbau von Holz bewirken einen weiteren Anstieg von Kohlendioxid in der Atmosphäre. Holz ist eben ein natürlicher, ökologischer und nachwachsender Rohstoff – und damit oft sympathischer als viele „neue“ Materialien.
Das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut hat in seiner Studie mit dem Titel „Strategie 2030“ folgende Fakten herausgefunden. „Bis zum Jahr 2030 dürften sich die Waldflächen nun um schätzungsweise 120 Mio. ha (3,1%) verringern. Sie fallen der Ausweitung von landwirtschaftlichen Anbaugebieten zum Opfer. Gleichzeitig ist mit einer rasanten Zunahme des Bedarfs an Holzprodukten zu rechnen. Das ergibt sich selbst bei einem gleich bleibenden Pro-Kopf-Verbrauch der Menschheit von derzeit 1,3 kg/Tag aus dem Wachstum der Weltbevölkerung um ca. 2 Mrd. Menschen innerhalb des Prognosezeitraums. Allerdings ist von einem wesentlich höheren Nachfrageanstieg im Rahmen des enorm voranschreitenden Industrialisierungsprozesses von Schwellenländern wie Indien und der VR China auszugehen.“ Und weiter heisst es:“Insgesamt dürfte sich die globale Nachfrage nach Rundholz von 400 Mio. auf 800 Mio. m3 in 2030 verdoppeln. Die Preise für den Rohstoff Holz stehen vor einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung.“ Nachzulesen ist die Studie im Internet unter: http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Publikationen/Partnerpublikationen/Berenberg/Strategie_2030_Klimawandel.pdf

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