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22.07.2017 von toni

Warum lässt man die Bäume nicht noch länger als zwanzig Jahre wachsen? Dann hätte man doch noch mehr verkäufliche Biomasse!

Bäume wachsen in ihren jungen Jahren am stärksten vor allem in die Höhe. Nach der ersten Phase des Reifestadiums flacht das Wachstum ab, in fortgeschrittenem Alter hört es auf, dann legt der Baum nur noch an Umfang zu. Außerdem sind die jungen Bäume widerstandsfähiger. Es ist also sinnvoll, die Bäume zu ernten, bevor sie älter und anfällig werden. Diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass sich die Umtriebszeiten von Aufforstungen in den Tropen zuletzt stark verkürzt haben. In Asien zum Beispiel betrugen sie früher rund 80 Jahre. Man ging davon aus, dass die Qualität des Holzes erst dann dem aus naturbelassenen Wäldern nahekam. Allerdings handelte es sich hier meist um staatliche Plantagen, die kostengünstig betrieben wurden. In den letzten Jahrzehnten wurde deutlich, dass derart lange Wachstumszyklen nicht rentabel sind, weil sie zu unattraktive Investitionsrenditen bieten. Deshalb liegen heute zum Beispiel die Rotationsperioden von Teak bei 15 bis 25 Jahren und dann bei etwa 200 bis 400 geernteten Bäumen pro Hektar.

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