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20.07.2017 von toni

Wie wirken Plantagen im Vergleich zu Naturwäldern auf das Ökosystem?

Sie können sogar noch mehr CO2 binden als naturbelassene Wälder! Denn die Fähigkeit zur CO2-Bindung hängt vom Volumen der produzierten Biomasse ab – und Baumplantagen sind so angelegt, dass ihre Bäume schneller an Volumen zulegen als ihre wildgewachsenen Artgenossen. Zudem werden sie in den Tropen schon nach rund 20 Jahren geerntet, also direkt nach der Phase, in der sie am stärksten gewachsen sind. Dann wird eine neue Baumgeneration gepflanzt, die erneut rasch wächst. Nicht bewirtschaftete, ausgewachsene Wälder binden dagegen kaum noch weiteres Kohlendioxid, weil ihre Biomasse insgesamt konstant bleibt: Nur wenn ein alter Baum abstirbt und umfällt, können an seiner Stelle junge Sprösslinge in die Höhe wachsen. Dabei verwenden sie weitgehend das CO2, das durch den Zerfall des alten Riesen frei wird. Als „grüne Lunge“ ist eine Plantage also effektiver als Urwald.

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