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13.11.2018 von Jürgen Höfer

Woher weiss man welche Mengen Holz auf einer Plantage in Costa Rica zu erwirtschaften sind?

2013 haben Forstwissenschaftler in Costa Rica 143 Publikationen über Teakholz in Lateinamerika ausgewertet und die Ergebnisse mit Hilfe einer speziell für diesen Zweck programmierten Software ausgewertet. Alle eingespeisten Informationen wurden noch einmal gefiltert, um 25 Prozent „nicht aussichtsreicher Projekte“ auszuschliessen, zum Beispiel Plantagen mit Dichten von mehr als 1600 Bäumen pro Hektar, da man bei dieser Dichte keine angemessene Bewirtschaftung durchführen und somit auch kein qualitativ hochwertiges Holz ernten kann. Am Ende dieses Verfahrens entstand eine Tabelle mit Wachstumsprognosen, die drei Szenarien abbildet. Ausgegangen wurde von drei Ausdünnungen nach vier, acht und zwölf Jahren sowie einer Haupternte nach 25 Jahren. Das optimistische Szenario basiert auf Teakplantagen in optimaler Umgebung, unter professionellem Management und mit qualitativ hochwertigen Setzlingen – wie es in unseren Plantagen gehandhabt wird. Im durchschnittlichen Szenario wurde entweder eine ungünstige Umgebung gewählt ODER die Pflegemassnahmen wurden zum falschen Zeitpunkt ausgeführt (zum Beispiel zu spät ausgedünnt oder beschnitten) – solche Bedingungen finden sich häufiger in staatlichen Wiederaufforstungsprojekten oder bei Initiativen für internationale Zusammenarbeit. Im konservativen Szenario waren schliesslich Umgebung UND Zeitpunkt der Pflege ungünstig gewählt. Die Autoren der Auswertung gehen davon aus, dass dieses Szenario eher für Projekte zur Kohlenstoffspeicherung angewendet werden kann oder dort, wo minderwertiges genetisches Pflanzenmaterial eingesetzt wurde. Solche Plantagen werden in der Regel nicht für Investment-Projekte angeboten.

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