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NEUESTE FRAGEN / ANTWORTEN DER LIFE FORESTRY

18.07.2017 von Rieke Elvers

Es ist doch nachgewiesen, dass Plantagenwälder weniger artenreich sind – spricht das nicht gegen ein Investment?

Diese Kritik ist nicht ganz unberechtigt, Plantagen weisen und eine geringere Biodiversität auf als Naturwälder. Doch bei Plantagenwald geht es in erster Linie um die Produktion von Holz. Und je effektiver diese Plantagenwälder sind, umso weniger muss der Holzbedarf aus alten Primär- und Sekundärwäldern gedeckt werden – Plantagen nehmen also ganz eindeutig den Abholungsdruck von …

13.07.2017 von dr OP

Wie grenzt man „Naturwald“, „Nutzwald“ und „Baumplantage“ voneinander ab?

In der Forstwissenschaft werden die Begriffe „Wald“ und „Baumplantage“ nicht als Widerspruch gesehen, sondern gelten vielmehr als verschiedene, miteinander vereinbare Ansätze, um Wald für den Menschen nutzbar zu machen. Die Vereinten Nationen definieren Plantagen ebenso als „Wald“ wie Mischwälder – immer vorausgesetzt, sie werden ökologisch und sozial verantwortungsbewusst bewirtschaftet, also nach den Kriterien nachhaltiger Forstwirtschaft, …

10.07.2017 von Excel

Diese ganze Zertifizierung kostet doch eine Menge Geld. Wäre nicht eine höhere Rendite drin, wenn man darauf verzichtet?

Im Gegenteil: Durch eine Zertifizierung vermeiden Sie das Risiko, am Ende keine angemessene Rendite für Ihr Holz zu erzielen, weil mittlerweile nicht zertifiziertes Tropenholz immer weniger gekauft wird. Die EU hat 2013 bereits ein europäisches Gesetz ratifiziert, wonach nur noch Tropenhölzer mit nachweislicher Herkunft importiert werden dürfen. Ein solcher Nachweis ist beispielsweise eine FSC-Zertifizierung. Also …

05.07.2017 von Dany Miller

Ich habe aber auch schon von Teakernten nach etwa zehn Jahren gelesen. Ist das nicht noch rentabler?

Nein, denn dieses Holz lässt sich nur in bestimmten Bereichen einsetzen. Zu den Standardprodukten aus so jung geerntetem Plantagenteak (zu erkennen am vergleichsweise geringen Anteil an dunklem Kernholz) zählt Material aus hochwertigem Schnittholz wie kurze Bretter, Pfosten und Leisten. Sie eignen sich gut für die Herstellung von Möbeln, Parkett, Bilderrahmen, Bootsteilen, Geschenkartikeln und Schnitzereien. 20-jähriges …

30.06.2017 von römer

In meinem Umfeld ist Tropenholz tabu. Wie lässt sich das rechtfertigen?

Indem Sie erklären, dass der in den 80er Jahren ausgerufene Boykott von Holzprodukten aus den Tropen die Falschen getroffen hat: Leidtragende war vor allem die einfache Bevölkerung – weil der Boykott eine wichtige Devisenquelle zum Versiegen brachte, fehlten Gelder für die wirtschaftliche Entwicklung und die Armutsbekämpfung. 1993, ein Jahr nach dem Umweltgipfel in Rio de …

30.06.2017 von FSC

Der FSC ist ja nicht das einzige Gütesiegel für Holz. Was unterscheidet ihn von den anderen Programmen?

Das stimmt, mittlerweile gibt es eine Reihe von teils konkurrierenden Zertifizierungsprogrammen wie den PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes), die CSA (Canadian Standards Association) oder die SFI (Sustainable Forestry Initiative), die sich allerdings zum Teil auf bestimmte Regionen beschränken. Die beiden wichtigsten Zertifizierer in der Holzbranche bleiben FSC und PEFC, wobei der …

23.06.2017 von Engelbert Ganser

Woher weiss ich, ob das FSC-Siegel tatsächlich vergeben wurde?

Ist der unabhängige Prüfer nach Bearbeitung des Katalogs von über 200 Kriterien zu dem Schluss kommt, dass diese erfüllt sind, erhält der Anbieter das FSC-Zertifikat für die geprüften Flächen. Gleichzeitig wird die insgesamt zertifizierte Aufforstungsfläche vom FSC veröffentlicht. Daher können Sie auf der Seite https://ic.fsc.org/en unter dem Menüpunkt „FSC Certificates“ nachsehen, ob das von Ihnen …

21.06.2017 von F P

Warum lässt sich die Entwicklung der Holzpreise so schwer verfolgen bzw. voraussagen?

Es gibt für den Holzhandel keine zentrale Börse, wie man es etwa von den Aktienmärkten kennt. Und die eigentlichen Preisverhandlungen finden immer häufiger sozusagen direkt im Wald statt, und zwar meist noch vor der Ernte. Die Einkäufer der grossen Sägewerke oder Direktimporteure wie Möbelhersteller oder Baufirmen besuchen die Aufforstungen und begutachten die Bäume. Dieses Vorgehen …

18.06.2017 von Tatjna

Ich habe die Warnung gelesen, Plantagenholz könne qualitativ nicht dem aus Naturwäldern mithalten und erziele folglich geringere Preise. Stimmt das?

Fakt ist, dass mittlerweile bereits 65 Prozent der Edelholzproduktion aus Plantagen kommt, Tendenz steigend. Und natürlich gibt es auch beim Plantagenholz grosse Qualitäts- und damit Preisunterschiede. Doch die Behauptung, Holz aus Plantagen sei generell niedrigpreisig, ist schlicht falsch. Das Unternehmen Teak Austria hat die Qualität von Teakholz aus dem Urwald und Teakholz aus einer Plantage …

16.06.2017 von locaterT

Warum forsten Sie keinen Mischwald auf? Das wäre doch natürlicher und schafft mehr Arbeitsplätze, weil immer etwas zu tun ist.

Der Teakanbau in Mischwäldern produziert Holz nicht in der benötigten Menge, um den global wachsenden Bedarf zu befriedigen und damit die natürlichen Wälder wirklich entscheidend zu entlasten. Zwar erfordert der höhere Bewirtschaftungsaufwand durch die unterschiedlichen Wachstumszeiten tatsächlich mehr Arbeitskräfte, das reduziert jedoch den späteren Gewinn für die Anleger. Auch können die Zwischenernten unter Umständen Verletzungen …